Gedanken zu Stadtratswahl: 1. Mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen!

An erster Stelle steht bei mir – wie bei ganz vielen SPDlern und SPDlerinnen auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Bei diesem Thema hat die Stadt einen sehr großen Einfluss. Es geht nicht nur darum, über die StadtBau neue bezahlbare Mietwohnungen zu schaffen, sondern auch sinnvolle Leitplanken für private Investoren zu setzen. Als Mitglied einer Genossenschaft, die ein Mehrgenerationenwohnhaus mit sozial geförderten Wohnungen errichtet, habe ich einen guten Einblick wie eine restriktive Bauleitplanung Projekte verteuern kann, etwa weil größere Teile eines Grundstücks nicht bebaut, sondern begrünt werden müssen, weil für Wohnungen ab einer bestimmten Wohnungsgröße sogar zwei PKW – Stellplätze nötig sind (Kosten pro Stellplatz in Tiefgarage > 50.000€) und vieles weitere mehr…

Natürlich gibt es auch in Würzburg eine Klientel, die 300.000€ für ein Grundstück hinblättern und dann sich für 600.000€ – 700.000€ ein Einfamilienhaus drauf bauen kann; es spricht auch nichts dagegen, für dieses Klientel entsprechende Grundstücke auszuweisen, aber um die Masse der Leute in unserer – glücklicherweise – boomenden Hochschulstadt mit adäquatem Wohnraum zu versorgen braucht es vor allem preiswerten Geschosswohnungsbau. Die Stadt muss deshalb geeignete Flächen – wie etwa das Faulenbergareal –, aber auch neues Bauland gezielt für bezahlbares Wohnen entwickeln. Quoten für sozialen Wohnungsbau sind, wo immer rechtlich möglich, in Kauf- und Erbbaurechtsverträgen zu fixieren.
Wichtig ist auch (das habe ich von Hans Sartoris gelernt), dass die Stadt freiwerdende Flächen, etwa von aufgegebenen Gewerbebetrieben, gezielt aufkauft und entwickelt, bevor das irgendwelche rein an Rendite orientierten Investoren tun.

Das alles ist im Detail sehr komplex, aber mit kompetentem Personal in der Stadtverwaltung und dem entsprechenden politischen Druck aus dem Stadtrat ist hier sehr viel möglich.

Deshalb: SPD! Für ein Würzburg, das zusammenhält.

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